Diabetes - Was ist das?


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Diabetes ist eine schwere, chronische Stoffwechselerkrankung, die den Zuckerstoffwechsel des Blutes betrifft, daher wird sie im Volksmund auch "Zuckerkrankheit" genannt.

Diabetes mellitus

Eigentlich heisst der Diabetes "Diabetes mellitus", was man mit "Honigsüsses Hindurchfliessen" übersetzen könnte.

Das honigsüsse Hindurchfliessen bezieht sich auf den Urin, der bei unbehandelten Diabetikern süss schmeckt. Das Blut enthält dann soviel Zucker, dass ein Teil dieses Zuckers mit dem Urin ausgeschieden wird.

Blutzuckerregelung durch Insulin aus der Bauchspeicheldrüse

Die Höhe des Blutzuckerspiegels wird unter anderem durch das Hormon Insulin geregelt.

Das Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert.

Beim Gesunden wird immer gerade soviel Insulin produziert, wie der Körper braucht, um den Blutzucker im gesunden Rahmen pendeln zu lassen.

Beim Diabetes-Kranken ist das Zusammenspiel zwischen Blutzucker und Insulin aus verschiedenen Gründen gestört. Unbehandelt kommt es zu einem erhöhten Blutzucker-Spiegel.

Siehe:

Diabetes-Symptome

Manche Diabetes-Formen treten mit deutlichen Symptomen auf, andere verlaufen lange symptomlos und werden oft nur durch Zufall von einem Arzt bemerkt.

Typische Symptome sind Durst, Gewichtsverlust, Juckreiz und Müdigkeit.

Siehe:

Gefährliche Folgen des Diabetes

Ein erhöhter Blutzuckerspiegel schadet dem Körper erheblich.

Langfristig leiden vor allem die Blutgefässe, die Nieren, Füsse und Augen unter dem erhöhten Blutzuckerspiegel, was zu Herzinfarkten, Schlaganfällen, Nierenversagen, Fussamputationen und Blindheit führen kann.

Kurzfristig kann man durch einen stark erhöhten Blutzuckerspiegel in ein Koma fallen, das unbehandelt zum Tod führen kann.

Mit Diabetes ist also nicht zu spassen!

Gute Aussichten bei guter Behandlung

Wenn man sich jedoch sorgsam um die Behandlung kümmert und seine Lebensweise auf die Erfordernisse des Diabetes anpasst, kann man ein fast normales Leben führen.

Besonders wichtig ist es, dass man sich als Diabetiker ausgiebig über seine Krankheit informiert, damit man lernt, bewusst mit ihr umzugehen.

Siehe:

Verschiedene Diabetes-Typen

Es gibt nicht nur eine Form der Diabetes mellitus Erkrankung, sondern zwei Haupttypen und einige Sonderformen.

Typ I Diabetes

Der Typ I Diabetes wird auch juveniler oder Jugend-Diabetes genannt, weil er meistens schon in der Jugend auftritt.

Bei diesem Diabetes-Typ liegt ein absoluter Insulin-Mangel vor und es ist unbedingt erforderlich, dass die Betroffenen mehrmals täglich Insulin spritzen.

Typ II Diabetes

Beim Typ II Diabetes spricht man auch vom Altersdiabetes, weil er früher meistens erst im höheren Alter aufgetreten ist. Heutzutage kommt der Typ II Diabetes immer öfter schon bei Kindern vor, wenn diese stark übergweichtig sind.

Bei Altersdiabetes ist der Insulinmangel relativ, das heisst unter anderem, dass durchaus noch Insulin vom Körper produziert wird, dass man aber vermehrt Insulin braucht, beispielsweise weil die Körperzellen nicht mehr empfindlich genug auf das Insulin reagieren.

Diese Form des Diabetes kann man in vielen Fällen durch den Abbau von Übergewicht, regelmässiger Bewegung und einer gesunden Ernährung so in den Griff bekommen, dass man keine Medikamente braucht und die Krankheit ohne Symptome verläuft. Wenn man das schafft, ist man also quasi wieder gesund, muss jedoch seine gesunde Lebensweise beibehalten.

In anderen Fällen von Diabetes Typ II muss man zusätzlich zu einer gesunden Lebensweise Medikamente einnehmen oder gar Insulin spritzen.

Siehe:

Andere Krankheiten mit dem Namen "Diabetes"

Diabetes Mellitus ist nicht die einzige Krankheit, die "Diabetes" im Namen führt.

"Diabetes" heissten Krankheiten, bei denen es zu vermehrter Harnausscheidung kommt, bei der verschiedene Arten von Stoffen ausgeschieden werden.

Mit dem auch als "Zuckerkrankheit" bezeichneten Diabetes haben diese Krankheiten jedoch nichts zu tun.

Diabetes insipidus

Bei Diabetes insipidus wird eine ins Extreme gesteigerte Harnmenge ausgeschieden.

"Insipidus" heisst "unstillbar".

Die Ursache für diese Erkrankung ist eine Störung in der Hirnanhangdrüse.

Diabetes renalis

Diabetes renalis ist eine angeborene Erkrankung, bei der ohne Störung des Zuckerstoffwechsels von Geburt an Glukose durch den Harn ausgeschieden wird.

Amindiabetes

Bei Amindiabetes werden Amine über den Harn ausgeschieden.

Amine sind, chemisch betrachtet, basische Abkömmlinge des Ammoniaks.

Phosphatdiabetes

Bei Phosphatdiabetes wird vermehrt Phosphat mit dem Harn ausgeschieden.

Dadurch kommt zu Skelettdeformationen wie bei der Rachitis durch Vitamin-D-Mangel.

Phosphatdiabetes ist eine erblich bedingte Erkrankung.

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Beim Diabetes mellitus oder Insulinmangel kann sich keine Glukose in den Zellen bilden.

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