Beschwerden bei Diabetes: Anfangs-Symptome


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Diabetes vom Typ I tritt meistens relativ kurzfristig und mit heftigen Symptomen auf.

Der Typ II der Diabetes-Erkrankung verläuft jedoch oft jahrelang symptomlos und wird nur durch Zufall bei einer ärztlichen Untersuchung entdeckt oder gar durch das Auftreten von Folgeschäden. Wenn es jedoch zu Anfangssymptomen kommt, ähneln diese den Symptomen bei Diabetes Typ I, treten aber meistens weniger heftig auf.

  • Vermehrter Durst
  • Vermehrtes Wasserlassen
  • Unerklärliche Gewichtsabnahme
  • Heisshunger
  • Abgeschlagenheit
  • Juckreiz
  • Hautkribbeln, Ameisenlaufen
  • Wundsein der Hautfalten
  • Schlecht heilende Wunden
  • Furunkel
  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Infektions-Neigung
  • Übelkeit, Erbrechen
Nicht alle diese Symptome treten bei frischen Diabetes-Erkrankungen auf. Umgekehrt sind diese Symptome nicht nur für Diabetes typisch, sondern können auch bei anderen Erkrankungen oder Lebensphasen auftreten.

Wenn mehrere dieser Symptome jedoch in Kombination auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen und seinen Blutzuckerspiegel untersuchen lassen.

Vermehrter Durst

Bei über Zweidrittel der Betroffenen kommt es zu verstärktem Durst.

Dieser Durst hängt damit zusammen, dass der Körper versucht, den überschüssigen Zucker im Blut loszuwerden. Und dies erledigt der Körper mithilfe der Nieren.

Ab einem Blutzuckerspiegel von 160 mg/dl wird Zucker über den Harn ausgeschieden.

Um möglichst viel Zucker loszuwerden, strebt der Körper an, viel Harn zu produzieren, wofür er viel Wasser braucht.

Vermehrtes Wasserlassen

Passend zum starken Durst kommt es auch zur verstärkten Ausscheidung von Harn.

Diese verstärkte Ausscheidung ist ja das Ziel des Körpers in seinem Bestreben den Zucker aus dem Blut abzubauen.

Unerklärliche Gewichtsabnahme

Da viel Zucker mit dem Urin ausgeschieden wird, fehlt dieser dem Körper als Nährstoff.

Teilweise wird der vermehrte Zucker im Blut auch nicht durch die frisch aufgenommene Nahrung gebildet, sondern entsteht in der Leber, die ihn aus dem gespeicherten Glykogen aufbaut. Auch die Fettreserven und sogar die Muskelzellen können abgebaut werden, um immer mehr Zucker ins Blut zu transportieren.

Durch dieses Geschehen nimmt man ab und kann sich zunächst gar nicht erklären, warum das so ist.

Heisshunger

Weil die Nährstoffe für die Körperzellen fehlen, denn sie werden ja mit dem Urin ausgeschieden, bekommt der Diabetes-Kranke einen ausgeprägten Heisshunger.

Selbst wenn er diesem Heisshunger nachgibt und viel isst, nimmt er weiter ab.

Heisshunger tritt bei etwa einem Viertel der Diabetes-Neuerkrankungen auf.

Abgeschlagenheit

Das Fehlen der Nährstoffe für die Körperzellen, speziell für das Gehirn und die Muskeln, vermindert die Leistungsfähigkeit des Menschen.

Der Kranke wird müde und kraftlos.

Juckreiz

Gut ein Viertel der unebhandelten Diabetes-Neuerkrankten leidet unter starkem Juckreiz.

Durch den Insulinmangel werden die Körperzellen nicht mehr ausreichend versorgt, hinzu kommt noch eine schlechtere Durchblutung.

Schlecht versorgte Haut beginnt zu Jucken.

Hinzu kommt eine Störung der Nerven, die sogenannte "Neuropathie", die zu zusätzlichen Missempfindungen führt.

Hautkribbeln, Ameisenlaufen

Hautkribbeln und das Gefühl als würden Ameisen über die Haut laufen, hängt mit ähnlichen Ursachen zusammen wie der Juckreiz.

Wundsein der Hautfalten

Die schlecht versorgte und mangeldurchblutete Haut wird reizbarer als beim gesunden Menschen.

An besonders strapazierten Stellen, vor allem in Hautfalten, wo die Haut ständig aneinanderreibt und wenig frische Luft bekommt, wird die Haut zuerst gereizt und dann wund.

Das betrifft vor allem die Pofalte, bei Frauen die Falte unter den Brüsten, die Innenseite der Oberschenkel.

Schlecht heilende Wunden

Durch den unausgeglichenen Stoffwechsel fehlt dem Körper die Kraft, sich um sein Wohlbefinden und seine Selbstheilung zu kümmern.

Ausserdem wird die Haut, wie oben schon dargestellt, schlecht versorgt.

Daher heilen Wunden nur noch langsam ab.

Furunkel

Aus den gleichen Gründen kann sich der Körper auch schlechter gegen Krankheitserreger wehren, die über die Poren der Haut in die Haarwurzeln eindringen.

Es kommt vermehrt zur Bildung von Furunkeln, das sind sehr schmerzahfte Riesenpickel, die häufig ärztlich behandelt werden müssen.

Manchmal entstehen sogar sogenannte Karbunkel, das sind mehrere besonders grosse Furunkel, die in einer Gruppe zusammenstehen.

Kopfschmerzen

Die Mangelversorgung des Gehirns mit Zucker kann zu häufigen Kopfschmerzen führen.

Sehstörungen

Sehstörungen hängen mit der Schädigung der Nerven und der mangelnden Versorgung der Blutgefässe der Augen zusammen.

Die Betroffenen sehen verschwommener und können weniger scharf erkennen.

Infektions-Neigung

Durch die schlechte Versorgung der Körperzellen leidet auch das Immunsystem des Körpers und kann nicht mehr gut genug funktionieren.

Infektionskrankheiten, zu denen auch banale Erkältungen gehören, können nicht mehr so gut heilen wie bei einem gesunden Immunsystem.

Übelkeit, Erbrechen

Durch den gestörten Fettstoffwechsel, der als Folge des Körperfettabbaus durch Insulinmangels entsteht, befinden sich verstärkt sogenannte Ketonkörper im Blut, das sind Abbauprodukte des Fettes.

Diese Ketonkörper können Übelkeit und Erbrechen bewirken.

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